Samen und Körner für unsere gefiederten Gartenbewohner –
Wildvögel richtig füttern

 

Der erste Frost hat Einzug gehalten. Die Zugvögel haben sich bereits in den Süden verabschiedet. Doch es gibt auch zahlreiche Vögel, die den Winter in heimischen Gefilden verbringen. Ihre Rückzugsorte und ihr Nahrungsangebot nehmen immer weiter ab. Daher ist es für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit Rotkehlchen, Meisen, Sperlingen und Co. im kargen, kalten Winter im heimischen Garten zusätzliches Futter anzubieten.

„Die Zeiten sind nicht gut für unsere heimischen Vogelarten“, weiß Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. „Durch die Lebensraumzerstörung, insbesondere aufgrund der Industrialisierung der Landwirtschaft, dem massiven Einsatz von Pestiziden und dem damit einhergehenden dramatischen Insektensterben, fehlt es den heimischen Vögeln an Nistplätzen und Nahrung.“ Europaweit ist zwischen 1980 und 2010 ein Rückgang der Brutpaare in der Agrarlandschaft um 300 Millionen zu verzeichnen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag vom Mai dieses Jahres hervor. Ebenso verweisen der Farmland Bird Index und die Rote Liste Brutvögel 2016 auf drastische Rückgänge bei der heimischen Vogelpopulation.

Auch wenn die Vogelfütterung nach Angaben des NABU in der Regel nur etwa zehn bis fünfzehn verschiedene Vogelarten erreicht und daher keinen großen Beitrag zur Arterhaltung liefert, so ist sie doch ein wertvolles Naturerlebnis, mit dem den Tieren der Winter leichter gemacht werden kann. Weiterhin können Kinder und Jugendliche so für die Vögel begeistert werden und ein Bewusstsein für die Bedürfnisse ihrer Mitlebewesen entfalten. Auch wir Erwachsene entwickeln eine andere Wahrnehmung für unsere gefiederten Freunde, wenn wir uns intensiv mit ihnen beschäftigen. Und so wird vielleicht auch der eine oder andere Gartenbesitzer in Zukunft mehr Wert darauf legen, seinen Garten vogelfreundlich zu gestalten und beispielsweise mehr Hecken anlegen, standortheimische Gehölze pflanzen, Insektenhotels anbringen oder wilde Ecken, die einladend für die Vögel sind, zu belassen. „Insekten- und vogelfreundliche Gärten sind ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz, den jeder Gartenbesitzer leisten kann, um unseren Singvögeln zu helfen“, sagt Mike Ruckelshaus.

Leichte Reinigung und hochwertiges Futter

Bei der Fütterung selbst ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Futterplätze der Vögel leicht sauber zu halten sind. Durch Vogelkot können schnell Krankheiten übertragen werden. Das klassische Vogelhäuschen kann also bei mangelnder Hygiene schnell zur gesundheitlichen Gefahr werden. Daher sind vor allem Futtersilos gut geeignet, da durch die mit Futter gefüllten Kunststoffröhren kein Tier hindurchlaufen und kein Kot liegen bleiben kann. Wer mehrere Futterstellen im Garten verteilt, macht es schwächeren Tieren leichter, ebenfalls Futter abzubekommen. Bringen Sie die Futterstellen in wettergeschützten Bereichen an, die sicher vor Katzen sind und Fluchtmöglichkeiten bieten.

Zudem sollte das Futter, das den Singvögeln angeboten wird, hochwertig und auf ihre Bedürfnisse angepasst sein. Essensreste und Salziges gehört nicht auf den Speiseplan der Vögel. Auch der TASSO-Partner defu legt besonderen Wert auf hochwertiges Tierfutter. Deshalb hat der Bio-Tierfutterhersteller in diesem Herbst sein Sortiment um Vogelfutter von zertifizierten Bio-Bauern erweitert.

Doch warum sollte Vogelfutter Bio sein? Das haben wir Raphaela Stradomski von defu gefragt. Sie erklärte uns, dass der Bio-Anbau die Rückeroberung von Rückzugsorten für Vögel und Insekten fördert. Außerdem wird durch den Kauf von Bio-Vogelfutter der ökologische Landbau, der für Heckenpflanzung und gegen Monokulturen steht, gefördert. Durch eine natürliche Düngung ohne Pestizide sind die verwendeten Sämereien, Getreide, Nüsse und Früchte naturbelassen und belasten so den Organismus der Tiere nicht. Raphaela Stradomski: „Wir sehen es als unsere Pflicht, auch die kleinsten Lebewesen nicht aus den Augen zu verlieren und verstehen das Bio-Thema als Chance für den ökologischen Kreislauf.“

Haben Sie Spaß daran, die Vögel während ihrer Mahlzeit zu beobachten, können Sie auch zu ungeschälten Sonnenblumenkernen greifen. Schwarze Sonnenblumenkerne haben einen höheren Öl-Gehalt und eine weichere Schale. Anschließend haben Sie zwar ein kleines Häufchen Sonnenblumenschalen zu entsorgen, dafür halten sich die Vögel aber auch deutlich länger an Ihrer Futterstelle auf.

Das gesamte defu-Vogelfutterangebot finden Sie hier: https://www.defu.de/shop/bio-futter-fuer-voegel.html

 

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